tirolwerbung_691434

Schmuckstücke aus der Schatzkiste Tirols


Ein Logo ist wie das Gesicht eines Menschen, die Marke sein Charakter - die Marke Tirol ist ein vielschich­tiges Versprechen. Dieses Versprechen soll gegenüber all jenen, die mit der Marke Tirol in Kontakt treten, eingehalten werden


BESTÄNDIGKEIT & ERNEUERUNG – Tirol hat sich gewandelt und wandelt sich weiter. Beständig.

 

Tiroler Wirtshaus.

127 Betriebe tragen das Gütesiegel. Dieses ist Symbol und Auszeichnung zugleich für besondere Qualität, Regionalität und Originalität der Gerichte sowie Atmosphäre des Hauses. Das Tiroler Wirtshaus ist Ausdruck eines neu erstarkten kulinarischen und gastronomischen Selbstbewusstseins Tirol. Die beteiligten Wirte pflegen die Tiroler Gastlichkeit, die sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat und zugleich offen ist für die Ansprüche moderner Konsumenten. Betriebe werden regelmäßig anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs geprüft. Viele der Wirtshäuser verfügen noch über originalgetreue Stuben. Die Stube bezeichnet von ihrem Wortursprung her („stove“ = Ofen) einen warmen Raum. Früher war sie oft der einzig beheizbare und damit der wichtigste Raum in einer Wohnung. Die Stube: auch heute noch der Inbegriff von Heimeligkeit, Behaglichkeit und Geborgenheit.
 
 

Mode aus Tirol

Traditionelle Festtagskleidung der Tiroler ist die Tracht, jedes Tal hat seine eigene „Uniform“. Im 19. Jht drohte das Aus der Tracht, die neue Mode schien zu verlockend. Erst Ende des 19. Jhts/Anfang des 20. Jhts Rückbesinnung auf das traditionelle Gewand und die damit verbundene lokale und kulturelle Identität. Insbesondere die große Gedenkfeier an Andreas Hofer im Jahr 1909 trug wesentlich dazu bei, dass lokale Trachten wieder hervorgeholt wurden. Seit dem Beginn des 20. Jhts marschieren die Tiroler Musik- bzw. Schützenkapellen in regionalen Trachten. Bei gesellschaftlichen Ereignissen war und ist Tracht wieder in. Einen wesentlichen Beitrag zur Beibehaltung der Trachtenkultur leistet der Tiroler Landestrachtenverband mit über 10.000 Mitgliedern. Wenig traditionell, dafür umso innovativer ist die Mode von Peter Pilotto, dem wohl bekanntesten Designer Tirols. Er ist halb Tiroler (aufgewachsen in Wörgl) und halb Italiener. Seine Mode, die für extravagante Prints und Drapierungen bekannt ist, wird auf der London Fashion-Week gezeigt und in den exklusivsten Geschäften der Welt (zB Bergdorf Goodman in NY, Colette in Paris) verkauft. Aber in Tirol gibt es noch weitere Modetalente wie zum Beispiel Sandra Thaler und Annette Prechtl, Rebecca Ruetz, Andreas Kronthaler, Kaspar Frauenschuh. Tirol zum Anziehen gibt es im Tirol-Shop: Tirol war eine der ersten touristischen Destinationen, die die Kraft der Marke strategisch gesteigert hat und steigert und Erfolg mit dem Vertrieb von Produkten „Marke Tirol“ hat. Und übrigens: The little black jacket, die weltberühmte Kastenjacke von Chanel, hat auch ein bisschen Tiroler Wurzeln. Angeblich wurde Coco Chanel dazu von der Kleidung des männlichen Personals in einem Österreichischen Hotel, nämlich einem Tiroler Janker, inspiriert.
 

 

KULTURELLE SCHÄTZE – Tiroler Berg. Tiroler Kultur. Eine reizvolle Liaison.

 

Goldenes Dachl

Im Jahr 1500 wurde von Kaiser Maximilian I anlässlich seiner Hochzeit mit Bianca Maria Sforza die Erbauung des Goldenes Dachls in Auftrag gegeben und schließlich von Niclas Türing, Sohn einer Innsbrucker Steinmetz- und Baumeisterfamilie, errichtet. 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln zieren den Prunkerker. Dieser kennzeichnete zur damaligen Zeit das Zentrum Europas und ist heute das Wahrzeichen von Innsbruck, der Lieblingsstadt Maximilians. Die Erkerreliefs zeigen Portraits von Maximilian I und seinen beiden Gemahlinnen (Maria von Burgund, Bianca Maria Sforza). Wappen, verdeckte Hinweise und Symbole ergeben ein komplexes Gesamtkunstwerk, das das Selbstverständnis Maximilians widerspiegelt. Bis heute konnte ein mysteriöses Schriftband nicht entziffert werden, ein Entschlüsselungsversuch lautet: „Nutze jeden Augenblick, lass keinen Tanz im Leben aus, mitnehmen kannst du nichts“. 2009 startete Felix Mitterer per Medien einen Aufruf zum erneuten Versuch einer „lyrischen Enträtselung“, allerdings ohne valides Ergebnis. Heute beherbergt das Gebäude das Museum Goldenes Dachl als Gedenkstätte an Maximilian sowie den Sitz des Ständigen Sekretariats der internationalen Alpenkonvention.

 
 

Fasnacht / Schemenlaufen

In vielen Tiroler Orten werden Fasnachtsbräuche zelebriert, welche auf eine jahrhundertealte Tradition zurück gehen und heute noch mit Begeisterung zelebriert werden. Obwohl es über die Jahrhunderte mehrmals von Obrigkeiten und Kirche verboten wurde, wird die Fasnacht von der Bevölkerung immer wiederbelebt. Der ursprüngliche Sinn der Fasnacht ist nicht genau bekannt, ob Fruchtbarkeitsritus, Austreiben des Winters und der Dämonen oder ein letztes Fest vor Beginn der Fastenzeit, mögliche Gründe gibt es viele, aber keiner ist wirklich belegt. Dieses Fest findet alle vier Jahre meist am Sonntag vor dem unsinnigen Donnerstag statt. Nach alter Tradition dürfen nur Männer teilnehmen, die dann mit ihren geschnitzten Holzmasken sowohl männliche als auch weibliche Figuren darstellen. Die beiden Hauptfiguren Roller und Scheller tanzen den „Gangl“, der je nach Deutung das Wechselspiel der Jahreszeiten, den Generationenkonflikt oder den ständigen Kampf der Geschlechter symbolisiert. Der Klang ihrer Glocken und Schellen prägt die Fasnacht wesentlich. Daneben gibt es noch eine Vielzahl weiterer Figuren, zB Bärenbande, Sackner, Spritzer, Kübelmaje, Hexen und viele mehr. Spektakulär gestaltete Umzugswagen sind ebenfalls zentraler Bestandteil. Das Schemenlaufen wurde als erster Brauch Österreichs zum immateriellen Weltkulturerbe der Unesco erklärt.

 
 

Tiroler Marend

Dieser Begriff leitet sich vom mittellateinischen merenda ab, im modernen Sprachgebrauch auch als Snack oder Imbiss bekannt. Bildete zusammen mit dem „Neunerln“ am Vormittag die zweite wichtige Zwischenmahlzeit am Nachmittag, die vor allem der körperlich hart arbeitenden bäuerlichen Bevölkerung Energie spenden sollte. Das Neunerln wird auch heute noch bei Bauern, Handwerkern und im Baugewerbe gepflegt, im Büroalltag wurde es von der Kaffepause abgelöst. Zur Marend gehörten früher neben Brot, Butter, Käse, Wurst und Speck nicht selten warme Speisen wie Schmarren oder Kartoffel. Die damalige Nachmittagsjause erlebt heute eine Renaissance und wird auch verstärkt in Gasthäusern angeboten. Auf das Jausenbrett kommt das Beste, was Jahreszeit und Region bieten: Käse, Geräuchertes, Äpfel, Radieschen uvm. Die Tirol Werbung und der Tiroler Köcheverband haben Qualitätskriterien, Serviervorschläge und eine Produktpalette erarbeitet, in zwanzig Tiroler Gasthäusern wird die Marend als Premium-Produkt geführt – mit eigens entworfenem Brett und Logo.
 
 

Kaiserliche Hofburg und Hofkirche

Erster Bauherr war Sigmund der Münzreiche, er errichtete im 15. Jht eine Burg am heutigen Standort. Die Hofburg in Innsbruck wurde in ihrem fast 600jährigen Bestehen oftmals umgebaut und erweitert, brannte sogar mehrmals (teilweise) ab. Die größten Um- und Ausbauten erfolgten unter der Herrschaft von Maximilian I sowie Ferdinand I und II. Die Hofburg galt nach Maximilians Umbau als schönstes Bauwerk der Spätgotik. Das heutige Erscheinungsbild geht auf Maria Theresia zurück, sie beauftragte im 18. Jht den Umbau im Stil des höfischen Wiener Rokokos. Die für Besucher zugänglichen Räumlichkeiten erinnern nicht nur an Maria-Theresia, sondern auch an Kaiser Franz Josef (der Habsburger Kaiser, der sich am häufigsten in Tirol aufhielt) und Kaiserin Sisi. Der Riesensaal gilt als prächtigster Festsaal des gesamten Alpenraums und kann für Veranstaltungen gemietet werden. Die Hofburg in Innsbruck zählt neben der Wiener Hofburg und Schloss Schönbrunn zu den drei bedeutendsten Repräsentationsbauten Österreichs. Die Hofkirche (Schwarzmanderkirche) ist das bedeutendste Kulturdenkmal Tirols und das großartigste aller Kaisergräber in Europa. Maximilian I ließ es im 16. Jht errichten, um dort begraben zu werden. Das Grab blieb allerdings leer, der Kaiser fand in Wiener Neustadt seine letzte Ruhe. 28 überlebensgroße Bronzestandbilder, die seine Verwandtschaft und seine Vorbilder darstellen, können besichtigt werden. Die Hofkirche ist durch die Silberne Kapelle mit der Hofburg verbunden.