Ort: Erl

Tirol auf allen Kanälen: Social Media


Knapp 400.000 Fans folgen der Tirol Werbung auf Facebook, knapp 45.000 sind Follower des visittirol- Profils auf Instagram. Dazu kommen Blog, Snapchat- und Twitter-Account, Pinterest und Tumblr: Die Tirol Werbung ist auf Social Media erfolgreich vertreten. Hinter dem professionellen Auftritt stecken eine ausgefeilte Strategie, viel Arbeit in der täglichen Umsetzung, ein kreatives Team und Mut zu neuen Ideen.


„Das primäre Ziel ist natürlich, dass wir mit unseren Social Media Aktiviäten Sehnsucht nach Tirol wecken“, sagt Eva Thöni. Seit 2011 arbeitet sie im Team Medien & Content unter der Leitung von Eckard Speckbacher in der Tirol Werbung und ist hauptverantwortlich für die operative Umsetzung der Social Media Strategie. Für das „Sehnsucht-Wecken“ werden verschiedene Kanäle mit unterschiedlichen Inhalten befüllt: „Wir mischen alles – von konkreten Informationen und Tipps, die bei der Urlaubsplanung helfen bis hin zu lustigen Posts und schönen Landschaftsaufnahmen.“

Derzeit ist Facebook der größte Kanal der Tirol Werbung, mit dem auch die meisten Nutzer erreicht werden: Hier gibt es sogar Unterseiten für die nicht-deutschsprachigen Märkte. Thöni sieht Instagram als zweitwichtigsten Kanal, welcher für die Social Media-Expertin an Relevanz noch zunehmen wird. Je nach Markt gibt es weitere Social Media-Kanäle, vom Blog bis zum Twitter- und Pinterest-Account, welche für spezifische Zwecke eingesetzt werden.

 

Zugeschnitten auf Zielgruppe und Social Media-Kanal

instagramstoryhintertux2Welche Inhalte wo veröffentlicht werden, hängt von der Zielgruppe ab: „Wir orientieren uns vorrangig nach den festgelegten Zielgruppen für die Tirol Werbung und haben für unsere Social Media-Aktivitäten noch einmal engere Zielgruppen definiert: Für den deutschsprachigen Raum ist die Haupzielgruppe auf jeden Fall Deutschland und hier Personen in der Altersgruppe 20 bis 50 Jahre mit sportlichen und kulturellen Interessen“, erklärt Thöni. Daran angepasst werden die Themen auf die Kanäle zugeschnitten: Am Blog kann die ausführliche Geschichte mit konkreten Informationen erzählt werden, während auf Instagram nur ein Foto gepostet wird mit dem Tipp, dass es beispielsweise auf dieser Hütte einen super Kaiserschmarren gibt.“

Für erfolgreiche Inhalte, die bei der Zielgruppe ankommen, muss man sich Zeit nehmen, weiß die Tirol Werberin: „Ich glaube, dass es häufig unterschätzt wird, wie viel Arbeit Social Media eigentlich ist. Ganz oft wird das nur nebenbei gemacht und den ganz jungen, neuen Mitarbeitern zugeteilt, nur weil sie eben jung sind und schon‚ Facebook bedienen können’ und wissen, wie das funktioniert. Diese Mitarbeiter machen das dann voller Engagement, aber da fehlt meist der Hintergrund zum Marken- und Marketingwissen, um alles herauszuholen.“

Sie rät, sich am Anfang ganz klar zu überlegen, was das Ziel der Social Media-Kommunikation für das Unternehmen ist und laufend zu überprüfen, ob die Richtung noch stimmt: „Nur Facebook zu machen, damit man Facebook macht, ist inzwischen zu wenig.“

 

Mutig bleiben!

Bei der Tirol Werbung sieht Thöni vor allem im Bereich des mutigen Auftretens noch Verbesserungspotential: „Ich glaube, dass wir uns noch mehr trauen dürfen und sollen. Aber man muss auch anmerken, dass gerade diese mutigen Inhalte viel mehr Zeit in Anspruch nehmen als Standardpostings.“ Das Ziel sei klar: Nicht stehen bleiben. „Gerade in diesem Bereich ändert sich so viel, man darf nicht einschlafen.“ Unterstützung holt sich das Team seit längerem durch renommierte Beraterfirmen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist auch die Zusammenarbeit mit den Fans und Followern: „Wir verwenden immer wieder gerne Nutzerinhalte, natürlich mit dem deren Einverständnis. Das ist auch ein Teil, der unsere Communities auf Facebook und Instagram ausmacht: Viele TirolerInnen und Stammgäste wirken selber mit und versorgen uns fleißig mit guten Fotos und Videos aus Tirol. Das Verhältnis an Fans aus dem eigenen Land und Fans aus Deutschland ist ausgewogen: „Neben Tirolern und sehr vielen Wienern kommt der Großteil der Fans aus Deutschland.“ Das Sehnsucht-Wecken funktioniert also? Eva Thöni schmunzelt: „Hoffentlich!“

 

Erfolgsformel: Berge + Essen

Angesprochen darauf, was auf den Social Media Kanälen der Tirol Werbung am besten funktioniert, lacht Eva Thöni: „Essen und Berge! Vor ungefähr einem Jahr hatten wir das erfolgreichste Posting überhaupt auf unserer Facebookseite: Ein Bild von einem Kaiserschmarren mit Aussicht auf die Berge.“ Urlaub in Tirol werde sehr stark mit kulinarischen Genüssen verbunden, User schwärmen davon das ganze Jahr.

Für Thöni lässt sich Erfolg aber nicht an Likes festmachen, es komme viel mehr darauf an, dass die Inhalte von den richtigen Nutzern gesehen werden und diese damit interagieren. Für das Medien & Content – Team ist breit gefächerte Information wichtig: „Wenn wir zum Beispiel einen guten Tipp zum Bouldern geben können, Bouldern aber nicht die Sportart ist, die jeder Tirol-Urlauber unbedingt ausprobieren wird, können wir nur einer kleinen Zielgruppe Informationen liefern. Trotzdem ist dieser Post für uns nicht weniger erfolgreich,“ so Thöni.